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DIE SCHOKOBANDE
Ein Buch für 10 - 14 Jährige, die sich wehren
"Jetzt sind wir die "Glorreichen Sieben"," trötete ich nach unserm erfolgreichen Coup. Dabei spielte alles, was aus Schokolade ist, aber auch Fußball und Barbies, eine tragende Rolle."
Diese abenteuerliche Geschichte von Mädchen und Jungen zwischen 12 und 15 Jahren hat sich wirklich zugetragen. Sie wohnen und beleben die Lichtenberg-Siedlung einer Kleinstadt im Norden und wachsen allmählich durch gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse zu einer Gruppe zusammen. Trotz der Proteste ihrer Eltern machen sie ihr eigenes Ding. Sie finden immer Wege und einen idealen Treffpunkt, den "Bunker", in einem stillgelegten Steinbruch, wo sie sich häuslich einrichten, spielen, schwimmen, feiern, feuern und ihre Aktionen planen. Hier begegnen sie dem Obdachlosen Rudi, der dort zeitweise wohnt, und sie in ihrem Schülerleben berührt, beschäftigt und ihnen hilft, so wie sie ihm helfen.
Beim Surfen im Internet entdecken sie eines Tages, dass Kinder in anderen Ländern zur Arbeit gezwungen werden und Erwachsene und Firmen dahinter stecken. Sie beschließen gegen diese Zustände etwas zu tun und organisieren mit hohem Risiko und detektivisch genau Aktionen, die sich die Erwachsenen nicht trauen würden. Dabei müssen sie mit erheblichen Schwierigkeiten fertig werden, Widerstände überwinden und Umwege gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Aber sie erleben viel Schönes und Witziges, überstehen mutig brenzlige Konflikte und stoßen auf Geheimnisvolles.
Hartmut Global:
Die Schokobande
Geest-Verlag, ISBN 978-3-86685-146-7
12,00€
zu bestellen in jeder Buchhandlung, beim Verlag portofrei gegen Rechnung
oder beim Autor selbst mit Autogramm oder Widmung: info@hartmut-global.de
Die Idee zu dem Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Dass Jugendliche in unser konsumorientierten Gesellschaft nicht nur passiv sind, sondern sich aktiv gegen Kinder- und Sklavenarbeit engagieren, war meine Hauptmotivation und besonders reizvoll die Umkehrung, dass Kinder Vorbild für Erwachsene sein können. Jugendliche darin zu ermu-tigen, dass es sich lohnt, sich für Probleme anderer Kinder, die es schlechter haben als man selbst, einzusetzen, dies sinnvoll ist und sogar Spaß macht.
Im Mittelpunkt dieses Jugendromans steht eine gemischte Gruppe von Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren und ihre gemeinsamen Erlebnisse und Aktionen.
Die Geschichte zeigt die individuelle Entwicklung der Kinder und die wachsende Bedeutung der Gruppe. In lebendiger Anschaulichkeit wird geschildert, wie sie sich in der Pubertät verhalten und Probleme bearbeiten bzw. damit umgehen. Auch geht es um die vorsichtige Annährung zwischen Mädchen und Jungen, die Bedeutung von Freundschaften sowie das Generationenproblem mit den Eltern vom Verständnis über Konsequenz bis zur Härte gegenüber den Jugendlichen, aber auch ihre bewusste Abgrenzung von den Erwachsenen durch die Schaffung eigener Bereiche und Räume. Koloriert werden ihre Verhaltensweisen und das Suchen nach Selbständigkeit durch eine spezifische Jugendsprache. Die Mäd-chen und Jungen entwickeln ihren Zusammenhalt als Gruppe, indem sie Aktionen gegen die Welt der Erwachsenen planen, organisieren und durchführen, die in einem handfesten „Protest gegen Kinderarbeit“ gipfeln. Es wir versucht den Jugendlichen den Rücken zu stärken und sie zu ähnlichem Engagement anzuregen.
Hineingewoben in diese Geschichte ist die Begegnung und der Umgang mit einem Obdachlosen. Die Konfrontation mit lebendiger Geschichte des 3. Reichs sowie einem vermeintlichen Nazi spielen ebenfalls eine Rolle. Vor allem getragen durch die lockere und
kritische Art des Ich-Erzählers, selbst Mitglied der Gruppe, ist der gesamte Roman mit Humor durchwirkt.
Die Kapitel:
Hände hoch!!!
Surfen bringt´s
Friedliche Besetzung
Coolie, ein neuer Mann
Spionage, Spionage
Schaufel und Badehose
Auf Herz und Nieren
Lederhosen in Dosen
Ein Alptraum oder Ein Traum wird wahr
Vogelschutz verkehrt
Das Geheimnis der Büchsen
Feuer, Feuer, das Wasser brennt …
Dicke Luft
Versprechen geben ist leichter als …
Kakao, S. A. Und Fußball
Höhlenforschung
Kundschaft-(en) im Waren-Wald
„Aktion Schoko“ und...
Vorm Regen in die Traufe
Die Tage danach - ohne Schokolade - aber süß
Anhang
Bücher zur Kinderarbeit
Adressen im Internet
Landkarte: Wo Kinder weltweit arbeiten
aus dem Kapitel "Kundschaft(en) im Waren-Wald":
Erhitzt nach dem tollen Spiel stand jede Menge Kuchen und heißer Kakao auf dem Tisch. Letzterer löste bei uns Unruhe aus. Mit verdecktem Blick wies jeder auf die Kanne mit Ka-kao. Und wir fragten mimisch reihum: "Soll´n wir den Kakao überhaupt trinken?" - Denn wir hatten geschworen, wenn irgend möglich, auf Kakao-Produkte zu verzichten. Die Informa-tionen über die Kakaoernte durch Kindersklaven hatten wir in der Familie und unter Freunden schon verbreitet und manche verzichteten sogar ganz. - Wir wollten aber an diesem Tag den Kuhls nicht die Laune verderben. Deshalb ging, von Lille angezettelt, ein Nicken durch die Reihe: "Heute machen wir eine Ausnahme!"
Nach dem Kakaotrinken war es so weit: Ganz feierlich schlug Herr Kuhl mit einem Löffel an seine Tasse. Das Glockenspiel ließ im Nu alle Gespräche verstummen. "Also meine jugendlichen Freunde und Innen," begann er, "ich hatte euch ja was versprochen, weil ihr euer Versprechen gehalten habt. Deshalb mein Angebot: Ich übernehme 150 Euro von den Feuerwehrkosten!" und er legte drei 50-Euro-Scheine auf den Tisch. „Vielleicht habe ich etwas überhitzt reagiert.“ Ein ohrenbetäubendes Tassen-Klingeln und Fußscharren setzte ein : "Danke Herr Kuhl!" Ehrlich gesagt, das hätte ich nicht von Kevins Vater erwartet. "Was ihr damit anfangt, ist eure Sache! Für mich ist die Sache damit aus der Welt!" war seine kurze Antwort. Danach verabschiedeten wir uns alle brav und dankten für den schönen Nachmittag. Und Lille ließ noch eine Flasche Licht-Wasser auf dem Tisch zurück....
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